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Treffen der Theaterfamilie

01.09.2018

Am Samstag, 1. September, gab es für rund 80 Mitwirkende der Freilichtspiele «Göschenen am Meer» ein herzliches Wiedersehen. Neben der Erinnerung an die vergangene Spielzeit wurde auch der Ausblick in die Zukunft rege diskutiert. Eines ist klar: Die Freilichtspiele Andermatt dürfen nicht eingehen – allein schon, weil sie einen unschätzbaren Kitt in der Region zwischen Jung und Alt und über alle Schichten hinweg sind.

Der Sommer 2018 wird als Jahrhundertsommer in die Geschichte eingehen. Wochenlang schien die Sonne, und nicht wenige fühlten sich, als lebten sie am Meer. Ganz anders letztes Jahr, als «Göschenen am Meer» buchstäblich ins Wasser fiel. Passend dazu präsentierte sich das Wetter am Samstag, 1 September 2018: Es goss ununterbrochen – so wie bei 21 von 23 Aufführungen letztes Jahr.

Rund 80 Personen, die im vergangenen Sommer auf und hinter Freilichtbühne in Göschenen gewirkt haben, genossen ein paar ungezwungene Stunden in der kürzlich neu eröffneten Mehrzweckhalle in Göschenen. Auf die Beine gestellt hatten den Anlass Heidi Danioth, Marie-Louise Gamma und Ernst Zgraggen. Bei Safran-Risotto, Teufelswürsten und genügend Transkamen liess man es sich gut gehen. Geradezu sensationell präsentierte sich das Dessertbüffet mit den von Mitgliedern beigesteuerten selbstgemachten Süssspeisen – angefangen von Torten und Kuchen über Pasteten bis zu Cremen.

OK-Präsident Christoph Gähwiler liess nochmals die vergangenen Freilichtspiele Revue passieren. «Wie alle wissen, endeten die Spiele mit einem ärgerlichen Defizit», erklärte er. Dies habe bei einigen eine beängstigende Lethargie und Niedergeschlagenheit ausgelöst. «Doch wie es heute aussieht, sollten wir den Rank schaffen und die Spiele dank der grosszügen Hilfe Dritter und dem Entgegenkommen einiger Lieferanten zu einem glücken Ende führen», führte der OK-Präsident weiter aus. Er sei überzeugt, dass die Spiele zu einem festen Bestandteil der kulturellen und touristischen Angebote der Gotthardregion geworden seien und unbedingt weitergeführt werden müssten.

Stefan Fryberg, Präsident des kulturforum andermatt gotthard, dankte allen Mitwirkenden für ihren enormen Einsatz und ihre Treue zu den Festspielen. Er orientierte kurz über das Wie weiter? Angesichts der zahlreichen Freilichtspiele müssen man sich ernsthaft fragen, in welcher Form die Spiele weiterbestehen sollen. «Wir sind für alle Ideen und Vorschläge offen», rief er den Mitgliedern zu, die er ermunterte, sich aktiv einzubringen. «Wir haben im Vorstand beschlossen, sämtliche Ideen ernsthaft zu prüfen – nach der Devise; es gibt keine unsinnigen Vorschläge»

Einmal mehr hat der Anlass gezeigt, wie eng und kameradschaftlich der Zusammenhalt innerhalb der Theaterfamilie der Andermatter Freilichtspiele ist. An ein frühes Heimgehen war denn auch nicht zu denken. Bis in die Abendstunden wurde rege diskutiert, Erinnerungen ausgetauscht und gelacht. Einmal mehr zeigte sich: Die Spiele sind weitaus mehr als ein alle drei, vier Jahre stattfindender Event. Sie kitten Personen zusammen, sorgen für Freundschaften und sind der beste Beweis, dass es sich auch heute noch lohnt, gemeinsam ein grösseres Projekt auf die Beine zu stellen. Dementsprechend war auch die Stimmung beim Treffen der Theaterfamilie: fröhlich, ungezwungen und kameradschaftlich.

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