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Jahresversammlung 2018

07.04.2018

Am Freitag, 7. April 2018, fand im Pfarrheim «Bernhard» die Jahresversammlung des kulturforum andermatt gotthard (kfag) statt. Wie immer wurde die Versammlung von gut der Hälfte der 90 Mitglieder besucht.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Orientierung über die vergangenen Freilichtspiele «Göschenen am Meer» (nähere Informationen unter «freilichtspiele»). OK-Präsident Christoph würdigte den bewundernswerten Einsatz der rund 50 Spielerinnen und Spieler und der 100 Helferinnen und Helfer, die fast ausschliesslich aus der näheren Umgebung stammten. Er blickte kurz auf die Arbeit des Organisationskomitees zurück und schilderte, mit welchen Schwierigkeiten die Freilichtspiele 2017 zu kämpfen hatten. Zum einen vermochte der Inhalt des Stücks nicht alle restlos zu überzeugen. Zum andern spiele das Wetter buchstäblich verrückt. «Wie verhext, 21 von 23 Aufführungen fielen buchstäblich ins Wasser», so Christoph Gähwiler. Die Folgen waren katastrophal: «Statt der budgetierten 15'000 Eintritte konnten wir lediglich 8000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen.»

Dementsprechend negativ fiel die Abschlussrechnung aus, wie die Kassierin Yvonne Baumann ausführlich darlegte. Die Spiele endeten mit einem Defizit von rund 450'000 Franken. Rund 220'000 Franken konnten von der Vereinskasse übernommen werden. «Zurzeit laufen die Bemühungen auf Hochtouren, den Konkurs des Vereins abzuwenden», erklärte Yvonne Baumann. Es konnten auch tatsächlich schon einige Erfolge verbucht werden: So haben einige Gläubiger ganz oder auf einen Teil ihrer Forderungen verzichtet. Und auf der anderen Seite besteht die Hoffnung, dass einige der an die öffentliche Hand, an die Urner Kantonalbank und an Stiftungen und Institutionen gerichteten Gesuche positiv beantwortet werden. «Eines steht für uns auf alle Fälle fest», betonte der Präsident Stefan Fryberg, «wir unternehmen alles Erdenkliche, um einen Konkurs des kfag abzuwenden».

Die den Mitgliedern des kfag zugestellte Schlussabrechnung wurde einstimmig genehmigt. Ebenso der Jahresbericht des Präsidenten. Die Versammlung stimmte auch ohne Gegenstimme dem Antrag des Vorstands zu, den Jahresbeitrag für Einzel- und Paarmitglieder im kommenden Jahr einmalig zu verdoppeln.

Zu einer lebhaften und sehr konstruktiven Diskussion kam es unter dem Traktandum «Verschiedenes». Von mehreren Mitgliedern wurde der Vorschlag gemacht, erneut die «Gotthardposcht» zur Aufführung zu bringen. Auch wenn sich, wie der Präsident ausführte, in den letzten Jahren wichtige Rahmenbedingungen geändert haben, ist der Vorstand selbstverständlich bereit, diese Frage intensiv zu prüfen. Generell wird sich der Vorstand in nächster Zukunft mit der Frage beschäftigen, ob und wenn ja in welcher Form die Andermatter Freilichtspiele weiterbestehen sollen. Er wird darüber seine Mitglieder ausführlich in gegebener Frist orientieren.

Vom Vorstand und den Mitgliedern sehr geschätzt wurde die Anwesenheit des Urner Landammanns und Bildungs- und Kulturdirektors Beat Jörg. Er betonte die Wichtigkeit der Spiele in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht für das Urserntal und das Urner Oberland. «Auch für die Regierung steht ausser Diskussion, die Freilichtspiele Andermatt dürfen nicht eingehen. Dies wäre ein Riesenverlust», so Landammann Beat Jörg.

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