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Rückblick: «Suworow» 2010


Vom 2. Juli bis 21. August 2010 wurde 25-mal das Freilichtspiel «Suworow» aufgeführt. Fast 22'000 Personen sahen das Dialektstück von Heinz Stalder. Regie führte der Luzerner Reto Ambauen. Die Musik stammte von Carlo Gamma.

Über hundert Darstellerinnen und Darsteller aus der Region erzählten vom Leben und Überleben der Urschner in den Kriegswirren am Ende des 18. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu den vorherigen Stücken «D'Gotthardposcht» und «D'Gotthardbahn» wurde bei den Freilichtspielen 2010 ein äusserst trübes Kapitel der Urner und Urschner Geschichte dargestellt. 1799 erlebte die Bevölkerung des Urserntals den brutalen Krieg um die Vorherrschaft in Europa hautnah mit. Russische, österreichische und französische Truppen zogen nacheinander durch das Tal und brachten viel Elend über die Bevölkerung. Doch nicht nur die Urschner Männer, Frauen und Kinder waren zu bedauern. Auch die mangelhaft ausgerüsteten Soldaten und ihre Offiziere erlitten unsägliche Strapazen. Wie gehen die Leute, wie das Militär mit dem Krieg um? Welche Überlebensstrategien entwickeln sie? Wie arrangieren sie sich und welchen Herausforderungen müssen sich alle stellen? Solchen und ähnlichen Fragen ging das Stück in einzelnen Bildern nach.

Die Reaktionen der Zuschauerinnen und Zuschauer waren sehr unterschiedlich. Einigen fehlte die – wie man heutzutage zu sagen pflegte – action. Andere wiederum waren gerührt, wie es dem Autor und den Darstellerinnen und Darstellern gelang, das unsägliche Elend, das ein Krieg immer mit sich bringt, auf die Bühnen zu bringen.

Einig waren sich alle über die grandiose Leistung der Mitwirkenden – angefangen von den Darstellerinnen und Darstellern über das Bühnenbild und die Kostüme bis hin zur Musik. Einmal mehr machte das Andermatter Freilichtspiel Furore über die engen Talgrenzen hinaus. Aus allen Landesgegenden unseres Landes kamen die Gäste angereist, um sich das einmalige Spektakel anzusehen.

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